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YOLO – (Selbst)sicher Radfahren

Ein Projekt zur Förderung der Sicherheit jugendlicher Radfahrer durch Stärkung der Selbststeuerungskompetenz

Ein Forschungsprojekt des ZNL, der DGUV und des DVR


YOLO- Schnuppertage!!!

Ab Juli 2017 bieten wir für Schulen und Freizeitstätten kostenlose „YOLO – Schnuppertage“ an, an denen Sie und die Jugendlichen das Präventionsprogramm „YOLO- Teste deine Grenzen“ kennenlernen können. Unsere YOLO-Trainerinnen und Trainer kommen an diesem Tag zu Ihnen in die Schule oder in die Einrichtung. An verschiedenen Workshop-Stationen können die Jugendlichen ihre körperlichen und kognitiven Fähigkeiten und Grenzen testen. Sie erfahren, was Risiko für sie bedeutet und können die Trendsportart Parkour ausprobieren. Mehr über „YOLO – Teste deine Grenzen“ erfahren Sie hier.
Falls Sie Interesse an einem YOLO-Schnuppertag haben, können Sie sich gerne bei uns melden.

Telefon: 0731/ 500 62004
E-Mail: andrea.ludwig [AT] znl-ulm.de


 

Soeben wurde ein 13-jähriger Junge ins Krankenhaus eingeliefert, sein Gesicht ist Blut überströmt. Tom hatte einen Fahrradunfall, als er sich mit seinen Freunden auf dem Weg von der Schule nach Hause befand. Was ist nur passiert? Eigentlich kann Tom nämlich ganz gut Fahrradfahren. Er kennt auch alle Verkehrsregeln.
Der Junge fuhr mit dem Fahrrad um eine Kurve – bergab - freihändig – im Stehen – und ohne Helm. Er versuchte noch den Lenker zu fassen, verfehlte ihn aber. Das Fahrrad kam ins Wanken und Tom krachte in eine Mauer einer Unterführung. „YOLO“ (You only live once) sagen Jugendliche in solchen Situationen. Sie begreifen nur manchmal nicht, wie wahr das tatsächlich ist. Diesmal hatte Tom Glück: eine Platzwunde an der Stirn, eine gebrochene Schulter und ein verletztes Knie.
 
Unfallstatistiken zeigen, dass es im Alter von 10 bis 14 Jahren zu einer besonders hohen Anzahl von Fahrradunfällen kommt. In dieser Zeit zeigen die Kinder und Jugendlichen durch das Einsetzen der Pubertät eine besonders hohe Risikobereitschaft. Gleichzeitig steckt das exekutive System, welches für vorausschauendes Denken und die Emotionsregulation verantwortlich ist, noch in der Entwicklung. Im Straßenverkehr kann ein hohes Maß an Risikobereitschaft schnell fatale Konsequenzen für die eigene Person, aber auch für andere haben.

Mit der Studie „YOLO – (Selbst)sicher Radfahren“ wird der Zusammenhang zwischen exekutiven Funktionen und sicherem Fahrradfahren in zwei Phasen näher untersucht.

Die Explorationsphase ist bereits abgeschlossen. Während in dieser Phase untersucht wurde, welche Rolle exekutive Funktionen in der Unfallgefährdung von Kindern und Jugendlichen spielen, ist das Ziel der Interventionsphase, die Wirksamkeit einer Prävention, die aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse entwickelt wurde, wissenschaftlich zu überprüfen.
Die Intervention „YOLO- Teste deine Grenzen“ wurde als Nachmittags-AG an fünf Schulen der Sekundarstufe 1 im Alb-Donau-Kreis zwischen Februar-Juli 2016 durchgeführt. Die Ergebnisse der Evaluation werden derzeit ausgewertet.