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Bedeutung der exekutiven Funktionen

Die exekutiven Funktionen spielen eine große Rolle hinsichtlich psychischer und physischer Gesundheit, akademischer Leistung und Schulerfolg, sozialer Kompetenz sowie positiver Lebensbewältigung. In vielen Studien konnten hierbei Zusammenhänge gefunden werden. Wer sich beispielsweise im frühen Kindesalter (mit ca. vier Jahren) gut selbst regulieren kann, ist als Erwachsener gesünder und führt einen gesundheitsförderlicheren Lebensstil. Außerdem zeigen Kindergartenkinder mit besserer Inhibition auch höhere soziale Kompetenzen (Rhoades, Greenberg, & Domitrovich, 2009). Gleichzeitig erreichen 4-jährige Kinder mit besseren exekutiven Funktionen als Erwachsene sogar höhere Bildungsabschlüsse und können Stress besser bewältigen (Mischel et al., 2011). Eine andere Studie hat gezeigt, dass die frühe Selbstregulationsfähigkeit eine niedrige Anfälligkeit für risikoreiches Verhalten voraussagt, dazu zählen auch der Konsum von Alkohol, Zigaretten und Drogen (Moffitt, T. E. et al. 2011). In der Schule profitieren Kinder mit gut entwickelten exekutiven Funktionen. Zum Zeitpunkt des Schuleintritts sagen exekutive ZNL - YOLOFunktionen und die Selbstregulation mindestens genauso viel über die Schuleignung aus, wie Vorläuferfertigkeiten in Mathematik und Deutsch sowie der IQ der Kinder (Blair, 2002; McClelland, Morrison, & Holmes, 2000). Zum einen kommen sie in sozialen Situationen mit Klassenkameradinnen und Klassenkameraden besser zurecht, und zum anderen zeigen sie ein positives Lernverhalten und eine bessere Lernleistung (Duckworth, & Seligman, 2005). Besonders in Mathematik und den sprachlichen Fächern zeigen sich starke Zusammenhänge mit den exekutiven Funktionen (Blair & Razza, 2007; Bull & Scerif, 2001).